Unser ZIB – Konzept
Das Zentrum für Organisation und Beratung ist eine niederschwellige Erstanlaufstelle für alle Schülerinnen und Schüler und in Bezug auf Prävention auch für Lehrpersonen. Das ZIB unterstützt den Bildungsauftrag der Schule in den Bereichen Information und Beratung.
Information: Das ZIB stellt eine schulinterne Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler dar, die eine Beratung im persönlichen und sozialen Bereich, Lernberatung, Prävention, Gesundheitsberatung und Berufsorientierung nutzen möchten. Es dient als Unterstützung für soziales Lernen und zur Förderung der Lebenskompetenzen.
Beratung: Das ZIB bietet den Jugendlichen die Möglichkeit ihre altersbezogenen Fragen, Sorgen und Probleme in einem geschützten Raum auszusprechen und die möglichen weiteren Schritte zu definieren. Die ZIB – Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit im gesetzlichen Rahmen verpflichtet.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Organisation von Präventionsangeboten auf Klassen- und Schulebene.
- Organisation des ZIB
Das Konzept ist im Dreijahresplan des Schulsprengels St.Martin in Passeier verankert. Zumindest eine ZIB-Mitarbeiterin verbleibt als ständiges Mitglied im Team um die Kontinuität zu gewährleisten.
a. Mitglieder
Unser ZIB-Team besteht aus der Schulführungskraft, der Schulsozialpädagogin als Koordinatorin und Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule. Eine geeignete Lehrperson (mit Kompetenzen im Bereich Beratung) übernimmt jeweils die beiden zusätzlichen Beratungsstunden. Den restlichen Mitgliedern werden je nach Kompetenz gewisse Bereiche zugeteilt (z. B. Sportlehrpersonen als Experten für den Bereich Ernährung).
Die Mitglieder zeigen Bereitschaft zur Beziehungsarbeit, zur interdisziplinären Arbeit und verfügen über Kompetenzen in den Bereichen Beratung und Gesprächsführung.
b. Öffnungszeiten
Die Schulsozialpädagogin steht täglich für Gespräche zur Verfügung. Die beratende Lehrperson steht zusätzlich für zwei Beratungsstunden wöchentlich zur Verfügung. Die entsprechenden Termine sind individuell zu vereinbaren.
c. Anmeldung
Die Schülerinnen und Schüler können einen Termin direkt im ZIB vereinbaren oder spontan vorbeikommen. Zudem steht ein Kummerkasten (Postfach) für eine schriftliche Anfrage zur Verfügung. Die ZIB-Mitglieder sind auch per Mail erreichbar.
Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, den Lehrpersonen ihre Abwesenheit zu melden.
d. Austausch
Die Schulsozialpädagogin und das ZIB-Mitglied mit Beratungsstunden treffen sich einmal pro Woche zur Besprechung und Planung von Maßnahmen. Zudem gibt es bei Bedarf persönlichen und telefonischen Austausch mit den Schulstellenleiterinnen der Grundschulen. Die Schulführungskraft wird regelmäßig informiert und bei Entscheidungen und größeren Vorfällen miteinbezogen.
e. Dokumentation
Die Tätigkeiten werden unter Beachtung der Bestimmungen zum Datenschutz dokumentiert. Am Ende jedes Schuljahres wird ein Bilanzbericht (Abschlussbericht des ZIB) erstellt.
f. Fortbildung
Mindestens ein Mitglied nimmt nach Möglichkeit an den ZIB-Treffen teil, welche zwei Mal im Schuljahr vom Pädagogischen Beratungszentrum Meran, Abteilung Gesundheits-förderung, angeboten werden.
Ziel ist es, dass mindestens zwei Mitglieder die dafür vorgesehene ZIB-Ausbildung absolvieren.
Die Schulsozialpädagogin nimmt regelmäßig (ca. 4-5 Treffen pro Schuljahr) am Angebot der Supervision auf Bezirksebene zur Fallreflexion teil. Bei Bedarf hat das ZIB-Team die Möglichkeit, eine Supervision einzuberufen.
2. Tätigkeiten
a. Projekte
- Klassensprechertreffen an der Mittelschule
- Einheit zum Klassenchat in den ersten Klassen der Mittelschule in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Inklusive Schule“.
- Bereitstellung einer Box mit Hygieneartikel für die Periode im ZIB-Raum und für die Mädchen der 5. Grundschule St.Martin (mit kurzer Einheit zum Thema).
- Angebot für Unterstützung bei der mündlichen Abschlussprüfung.
- ESF-Projekte: Festlegung und Aktualisierung der Themenschwerpunkte basierend auf dem ZIB-Abschlussbericht, den Themen aus den Klassensprecherschulungen und den Feedbacks der Schülerinnen und Schüler.
Das ZIB-Team informiert das Kollegium über anstehende Projekte und die Eltern zeitnah übers digitale Register.
b. Netzwerkarbeit
i. Lehrerkollegium: Austausch und Absprachen finden bei Bedarf statt. Es wird eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen angestrebt, da die Interventionen und Begleitmaßnahmen Teil eines pädagogischen Gesamtkonzeptes und keine abgekoppelten Einzelmaßnahmen sein sollen.
ii. Jugendtreff: Sitzungen in Präsenz bei Bedarf und regelmäßiger telefonischer Kontakt. Bei gemeinsamen Fällen werden die Vorgangsweisen gemeinsam vereinbart, Aufgaben definiert und aufgeteilt, um die jeweiligen Ressourcen optimal zu nutzen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen ZIB und Jugendtreff werden untereinander kommuniziert. (Beispiel: Die Schule erstellt Regeln für die Kommunikation im digitalen Raum. Diese werden dann auch im Jugendtreff angewandt.)
iii. Gemeinde St. Martin: Zusammen mit der Gemeinde und dem Jugendtreff werden aktuelle Themen unserer Jugendlichen und auch der Eltern evaluiert und passende Projekte oder Elternabende organisiert. Diese Projekte werden gegenseitig beworben.
iv. Sozialsprengel Passeier: Sitzungen in Präsenz und Telefonate bei Bedarf.
v. Psychologin Dr. Claudia Spampinato: Sitzungen in Präsenz bei Bedarf, sowie telefonisch oder per Mail
vi. Logopädin Dr. Evi Alber: telefonischer Kontakt und Austausch per Mail
vii. Pädagogisches Beratungszentrum Meran: regelmäßiger Austausch zwischen der Schulsozialpädagogin und der Anprechperson Frau Rosemarie Schenk. Einbeziehung bei schwierigen Fällen oder Situationen.
viii. Forum Prävention
c. Öffentlichkeitsarbeit
Die Schulsozialpädagogin und das ZIB-Mitglied, welches die Beratungstätigkeit leistet, stellen das ZIB und seine Tätigkeiten zu Beginn des Schuljahres in den ersten Klassen der Mittelschule vor. In jeder Klasse liegt eine aktuelle ZIB-Broschüre auf.
Das ZIB wird auf der Homepage vorgestellt, die Inhalte werden jeweils zu Beginn des Schuljahres aktualisiert.
d. Ressourcen
Dem ZIB steht in der Mittelschule St. Martin ein Raum mit einer für die Beratung entsprechenden Ausstattung zur Verfügung (Sitzecke/ Sofa, Internetzugang, PC, Telefon). Es werden Ressourcen aus dem eigenen funktionalen Plansoll der Schule (2 Stunden pro Woche) zur Verfügung gestellt.
e. Evaluation
Die Zufriedenheit mit dem Angebot wird erhoben und dient als Grundlage für laufende Anpassungen und Verbesserungen. Die Ergebnisse der externen Evaluation (Umfrage Jugendbeirat St. Martin) werden ebenfalls zur Weiterentwicklung herangezogen.
3. Erweiterung des ZIB auf die Grundschulen St. Martin und Saltaus
Die Schulsozialpädagogin und eventuell ein weiteres aktives ZIB-Mitglied bieten Beratung für Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen bei Bedarf auch an den Grundschulen an. Die Schulsozialpädagogin als Repräsentantin des ZIB-Teams organisiert und begleitet
die Vorstellung des Jugendtreffs in den 5.Klassen der Grundschule gegen Ende des ersten Semesters.
4. Zusammenarbeit mit dem Schulsprengel St. Leonhard in Passeier
a. Gemeinsame Planung der Elternfortbildungen
b. Themenbezogene Zusammenarbeit (Klassensprechertreffen, Mobbing)
c. Regelmäßiger Austausch zwischen den Schulsozialpädagoginnen Martha Schmidbauer und Giulia Augscheller